Ansichtskarten aus dem K.K. Österreich

Ansichtkarten vom Urlaub im kaiserlich-königlichen Österreich

K. und K. Österreich Postkarte

St. Anton 1905


Schon zu Zeiten des Kaisers von Österreich, der König von Böhmen in Personalunion war, waren die österreichischen Alpen ein beliebtes Urlaubs- und Reiseziel.

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert kamen immer mehr Bürger zu Geld und Freizeit und machten es den Adligen nach und verreisten. Schon seit der Romantik verband man mit der Reise die unstillbare Sehnsucht nach der Ferne und die Alpen in Österreich und der Schweiz wurden zu beliebten Reisezielen.
Die Lust die Winterzeit in den Bergen zu verbringen begann als 1870 in der Schweiz der Wintersport erfunden wurde. Doch den konnten sich nur besonders Wohlhabende leisten. Doch der Schwerpunkt des Urlaubs lag auf der klassischen Sommerfrische.
Der Urlaub war aber nicht Selbstzweck. Man wollte Land und Leute kennenlernen und Kultur und Kunst betrachten und erleben.
Hotels waren für die meisten Bürger der Mittelschicht nicht erschwinglich. Stattdessen wohnte man in Pensionen, die neben den Zimmern auch gemeinsame Mahlzeiten, gerne auch an einem großen Tisch, anboten. Oder man wohnte in Privatzimmern.
Für Arbeiter und Angestellte war an Urlaub bis zur Jahrhundertwende nicht zu denken. War doch gerade erst die 6-Tage-Woche eingeführt worden. Ab 1903 wurde den ersten Arbeitern ein Erholungsurlaub von 3 Tagen im Jahr zugestanden.

Urlaub im k.u.k. Österreich

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Österreich ein beliebtes Urlaubsziel. Goethe zog es nach Karlsbad (heute Tschechien). Die Adligen fuhren nach Wien. Und die Adelsberger Grotte (heute Slowenien) war schon im Biedermeier ein bekanntes Reiseziel in Altösterreich. Bad Ischl wurde als Kurort und Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Bad Gastein als Kurort des Großbürgertums bekannt.
Doch erst die Erschließung der Alpen durch die Eisenbahn ab Mitte des Jahrhunderts führte zu einem Aufschwung des Tourismus in Österreich. Das wurde vom k.k. Eisenbahnministerium ebenso unterstützt wie durch die Erschließung der Alpen durch den Alpenverein. Auch die k.k. österreichische Post hatte mit der Einrichtung von Postbuslinien ihren Anteil.
Als nächstes entstanden an den Bahnhöfen große Hotels. Und so fanden 1909 schon 2,5 Millionen Gäste ihren Weg in die alpinen Regionen von Altösterreich.

Urlaubskarten aus dem k.u.k. Österreich


Die Postkarten hießen zur Kaiserzeit in Österreich noch „Correspondenzkarten„. Die Vorderseite war ausschließlich der Adresse und der Briefmarke vorbehalten. Text und Grüße musste man notgedrungen auf die bebilderte Rückseite schreiben. Manchmal wurde dazu Raum gelassen, in anderen Fällen nicht. Grund war die Furcht der Postbehörden, die Bürger könnten statt der teuren Briefe auf die preiswerteren Postkarten ausweichen. Diesem Einkommensverlust wollte man verhindern.
Auffällig ist auch, mit wie viel Sorgfalt und schöner Schrift besonders die Adresse geschrieben wurde.

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