Riccione – vom Fischerdorf zum Strandbad

Riccione, Italien:
130+ Jahre mondänes Strandbad an der Adria

Alte Postkarten von Riccione

Postkarte/Poster 1930er Jahre


Heute ist uns Riccione an der italienischen Adria als eines der schönsten Seebäder Italiens bekannt. Doch vor 130 Jahren erwachte das ehemalige Fischerdorf aus seinem Dornröschenschlaf. Von der schon frühen Pracht und Stil der grünen Perle der Adria zeugen die alten Ansichtskarten.

Abgesehen von den Besuchen verletzter Kämpfer und Könige bei den heilenden Thermalquellen war Riccione nur ein Vorort der Weltgeschichte. Während um die Nachbarstadt Rimini schon zu Cäsar’s Zeiten gekämpft und im Mittelalter und in der Renaissance heftig rund um das nahegelene San Marino, San Leo und Gradara gestritten wurde, ging es in dem schönen Fischerdorf an der Adria ruhig und beschaulich zu. Es war so ruhig, dass man Mitte des 19. Jahrhunderts nicht wusste, was man mit den langen, schönen, weißen Stränden anfangen sollte. Der Strand wurde sogar als Reisplantage in Erwägung gezogen.

Das änderte sich schlagartig, als die Bahnlinie Bologna – Ancona um 1880 fertig gestellt wurde. Jetzt entdeckte der reiche Mittelstand aus den industriellen Hochburgen im Norden das schöne Riccione als Sommerresidenz und Badeort. Es entstanden wunderschöne Strandvillen, von denen heute noch einige erhalten und in Privatbesitz sind.
Einen ersten Höhepunkt als Italiens beliebtester Badeort hatte Riccione von Mitte der Zwanziger Jahre bis zum Beginn des 2. Weltkrieg. Der in der Nähe geborene Moussolini, Il Duce, machte ebenfalls Riccione zum seinem Sommersitz und reiste sogar mit dem eigenen Kriegsschiff oder einem Wasserflugzeug an. In diese Zeit fallen der Bau des Grand Hotel (1929) und des prächtigen Lungomare (im Bau s. Postkarte aus den 1930er Jahren).
In den 1950er Jahren wurde auch Riccione, wie die gesamte Adriaküste von Rimini bis Cattolica, von den Touristen aber auch den Reichen und Schönen neu entdeckt. Die Stadt wurde zum berühmten Urlaubsort und zum Laufsteg für Berühmtheiten, wie Pelé auf Hochzeitsreise, Mina, Ugo Tognazzi , Vittorio De Sica , Gina Lollobrigida und viele andere. Italien war “in” und auch die Strände an der Adria.
Den Berühmtheiten folgten die Massen in den 1960er Jahren. Vor allem die Deutschen fuhren mit ihren schönen, neuen Autos nach Riccione. Die Strände der Adria waren so beliebt bei den nördlichen Nachbarn, dass sie als “Teutonengrill“ bekannt wurden. Rimini, Riccione und die Adria waren für die Familien und Urlauber das, was Mallorca heute ist.

Postkarten aus Riccione

Hotelempfehlung für Riccione

Ein großer Teil der familiengeführten, kleinen Hotels in Riccione stammen aus der Nachkriegszeit und wurden renoviert, verbessert und verschönert. Doch Riccione hat sich den Charme der früheren Jahre bewahrt. Von den Bagnino am Strand (s. Postkarten) über die historische Fußgängerzone bis hin zu den alten Villen oder den Bräuchen und Gebräuchen in Stadt und Hotel erinnert vieles an das „dolce vita“ der großen Jahre der Seebäder an der Adria.
Für Ihren Aufenthalt empfehlen wir Ihnen das familiengeführte 3 Sterne Hotel Baden Baden. 5 min vom Strand entfernt in der verkehrsberuhigten Zone in Riccione Abissinia gelegen. Ausgezeichnete Küche mit je 2 3-Gänge Menüs zu Mittag und Abend, alle Zimmer klimatisiert,kostenlosen Parkplätzen, Fahrräder, Kinderspielplatz.

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